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Pfadfinder und Umweltschutz
Pfadfinder und Umweltschutz? Denken wir heute noch daran? In unseren Leitlinien steht es zwar geschrieben, aber wird auch immer danach gehandelt? Dabei ist es gar nicht so schwer in der Gruppenstunde und insbesondere im Lager den Schutz unserer Umwelt nicht zu vernachlässigen. Wir zeigen euch wie! Diese web-Seite gibt euch Ideen und einige Tipps, die ihr sofort anwenden könnt! Sendet uns eure Vorschläge, wir nehmen diese gerne mit auf.
Gruppenstunde:
- viele Jägerschaften bieten im Herbst einen "Lernort Natur" an. Auf Anfrage werden auch Pfadfindergruppen des Nachmittags durch Naturschutzgebiete oder Wildparks geführt. Nehmt z.B. mit dem Landesjagdverband NRW unter www.ljv-nrw.org Kontakt auf. Ideal für Wölflinge und Jungpfadfinder.
Aktionen:
- Ähnlich wie bei einem "Hungerlauf", wo ihr für die gelaufenen Kilometer eine Spende erhaltet, sammelt ihr in eurer Stadt Müll und Unrat auf. Die Sponsoren zahlen pro Kilogramm einen Geldbetrag. Ihr glaubt gar nicht wieviel Kilogramm da zusammen kommen! Das Geld bessert eure Fahrtenkasse bestens auf. Vergesst nicht die Presse zu informieren.
- Tierheime und Tierschutzverbände freuen sich immer, wenn ihr diese bei Ihren Aktionen unterstützt. So könnten Pfadfinder Krötenaktionen oder die Säuberung eines Tierheims organisieren. Gibt beste Pressearbeit.
- Findet einen Bauern, der euch ein kleine Wiese zur Verfügung stellt. Legt einen Streuobstwiese an. Streuobstwiesen sind einer der wichtigsten Lebensräume in unserer Kulturlandschaft. Beobachtet in den Gruppenstunden das muntere Treiben von Insekten, Vögeln und Fledermäusen auf der Wiese.
- Übernehmt in einer öffentlichen Grünfläche die Aufhängung und die Pflege (Patenschaft) von Vogelnistkästen, Fledermauskästen oder Insektenkästen. Diese brauchen nur einmal im Herbst gesäubert werden. Die Kinder haben Spaß an der Sache und die Presse hat einen schönen Artikel zu schreiben. Natürlich könnt ihr die Nistkästen in der Gruppenstunde bauen, wer hat das noch nicht gemacht? Baupläne hat unter anderem der Naturschutzbund Deutschland unter www.nabu.de
Lager/Fahrt:
- Zu Anfang steht immer die gleich Frage, wie fahren wir am besten zum Ziel. Fast immer ist es der Stammesbully oder der Reisebus, doch es gibt auch Alternativen. Unsere Deutsche Bahn wird langsam preiswerter und bietet für Gruppen beste Tarife an. Informiert euch unter www.bahn.de
- Muss soviel Material mitgenommen werden? Ein Lager "back to the roots" macht allen mehr Spaß. Tische und Bänke selber bauen, statt die Festzeltgarnituren quer durch die Lande zu fahren. Kochen auf der Hochfeuerstelle ohne Flaschengas, herrlich!
- Was gibt es morgens leckereres als Kakao mit frischer Kuhmilch vom Bauernhof um die Ecke, statt einfacher H-Milch aus tetra-packs, die es auch zu hause gibt? Die frische Kuhmilch muss unbedingt abgekocht werden, sonst droht Durchfall und Magenverstimmung. Stockbrot, Milchsuppe und Pudding schmecken doppelt so gut mit frischer Kuhmilch.
- Kocht doch eure Marmelade selber. Im Juni gibt es wilde Himbeeren und Erdbeeren, der August und September bringen pfundweise Brombeeren. Selbstgemachte Lagermarmelade ist ein Gedicht!
- Wein lässt sich ebenfalls aus den Waldfrüchten bereiten, näheres unter www.arauner.com
- Die Trennung von Wertstoffen sollte auch im Lager selbstverständlich sein. Küchenabfälle werden vergraben und verrotten in Kürze.
- Gerade im Wanderlager sind die sanitären Einrichtungen nicht immer gut. Vermeidet möglichst gebrauchtes Spülwasser oder Waschwasser auf die Wiese zu schütten. Lässt es sich nicht vermeiden, verwendet möglichst umweltfreundliche Waschmittel, Spülmittel, Shampoos und Duschbäder (ohne Farbstoffe und Parfüm). Am besten ist immer noch einfache parfümfreie Seife.
- Auch auf Fahrt sollte Toilettenpapier aus 100% Altpapier "auf die Rolle neben der Schüssel" gehören.
Author: Christian Priebe - DPSG Stamm Franken Datum: 17.12.2001
