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BiPi mal als Zeitreise

Operation BiPi

Die Leiter verkleiden sich als Geheimagenten (z.B. Sacko und Sonnenbrille) und geben den Wös den Auftrag, so viele Informationen wie möglich über BiPi zu sammeln. Dazu bekommt jeder eine DIN 6 Kopie der BiPi Postkarte in einem Briefumschlag. Das Problem ist nur, wo kriegen die Wös die Infos her? Aber diese Problem hat der Geheimdienst natürlich bereits gelöst und setzt die Agenten in eine Zeitmaschine (umgedrehter Gruppenzimmertisch mit Kohtenplanen verhängt). Sie sollen damit BiPi nachreisen.

Die Wös werden unter der Plane auf die Reise geschickt. An den verschiedenen Orten treffen sie dann auf ihrer Leiter in verschiedenen Verkleidungen. Es empfiehlt sich im Thema die Rollenverteilung abzusprechen.

Dann werden die Kids auf die Reise geschickt (Reiseeinheit ca. 3 Minuten unter der Plane). Die Zeitmaschine wird durch aneinanderschlagen von Holzstücken in Bewegung gesetzt!

1. Station: BiPi Jugend in England

Die Wös treffen in London Mr. Brown (BiPi Lehrer). Der ihnen folgendes über BiPis Jugend erzählt:

"BiPi wurde am 22.02.1857 in London geboren. Er wurde auf den Namen Robert Stephenson Smyth getauft, wuchs in London und wurde von seiner Mutter und seinem Großvater erzogen.

Er besuchte das Internat von Charterhouse und durchstreifte in seiner Freizeit den verwilderten Park des Internates. In den Ferien unternahm er mit Freunden und Brüdern ausgedehnte Reisen, zu Fuß auf Booten auf der Themse oder gar mit dem Segelboot nach Norwegen.

Nach der Schule, sein Zeugnis war nicht so besonders, bewarb er sich an der englischen Militärakademie und wurde als zweitbester von über 700 Bewerbern gleich in den Dienst nach Indien versetzt."

Die Kids bekommen eine Fahrkarte nach Indien!

Reisezeit in der Zeitmaschine

2. Station: BiPi Militärzeit

In Indien treffen die Wös auf einen griesgrämmigen General, der Ihnen dann aber doch einiges über BiPis Militärlaufbahn erzählt:

"Was ich über Baden Powell sagen kann - eine Menge! Er diente in Indien, wo er während seiner Freizeit die Tiere im Dschungel beobachtete; war in Afghanistan und Malta eingesetzt; und hat so gar als Spion für England gearbeitet.

Aber richtig berühmt wurde er erst durch seine Abenteuer in Afrika. Dort fing er den Ashanti Häuptling Pempreh und verteigte die Stadt Mafekin durch List.

Das klingt doch gar nicht nach einem Mann, der eine Friedensbewegung gründete, denkt ihr sicher jetzt - später, als er die Pfadfinder erfand, hatte er erkennen, daß man dem Frieden besser dienen kann, als mit der Waffe.

In Afrika nannten ihn die Eingeborenen "Impessa, das heißt Wolf der nie schläft" - Er schrieb auch das Buch Aids for Scouting, dieses Buch war allerdings für das Militär gedacht.

Als BiPi, der inzwischen genua hatte von Krieg und Feindschaft, hörte, daß in England Jugendliche dieses Buch lasen und danach Geländespiele machten, hatte er eine Idee.........."

Der General gibt den Kids ein Seil und schickt sie nach Brownsea Island!

Reisezeit in der Zeitmaschine

3. Station: Die Pfadfinderbewegung entsteht

Auf Brownsea Island treffen die Wös auf einen Menschen mit Pfadfinderhut, der vor einem Feuer (kl. Holzhaufen) sitzt und ihnen folgendes erzählt:

"Hallo Leute, setzt Euch her ans Feuer! Wen sucht Ihr den? BiPi? Der ist gerade mit einigen Jungs im Gelände, aber ich kann Euch was erzählen.

Hier auf Brown Sea Island fand 1907 das erste Pfadfinderzeltlager statt. BiPi hat hier mit 22 Jungen, seine Ideen für das Buch "Scouting for Boys ausprobiert", er wollte sein Militärbuch für Kinder und Jugendliche umgeschrieben. Das Lager war ein voller Erfolg.

In den Jahren nach Brown Sea Island entstanden überall in der Welt Pfadfindergruppen und BiPi, der inzwischen aus der Armee ausgetreten war, besuchte die Pfadfinder in der ganzen Welt, um Ihnen beim Aufbau zu helfen. Er gründete die Pfadfinder für die Jungen und die Pfadfinderinnen für die Mädchen.

Auf einer dieser Reisen um die Welt lernte er seine Frau, Olave St. Clair, kennen, die später die Leitung der Pfadfinderinnen übernahm.

1920 veranstalte BiPi in London das erste Pfadfindertreffen, das erste Jamboree, und wurde dabei zum ersten und einzigen Chief Scout of the World (Oberster Pfadfinder der Welt) ausgerufen. Der englische König adelte ihn einige Jahre später zum Lord Baden Powell of Gilwell.

Bis ins hohe Alter reiste BiPi um die Welt, um Pfadfinder zu besuchen. Am Schluß kehrte er dann nach Afrika zurück."

Kids bekommen eine Weltbundlilie

Reise in der Zeitmaschine

4. Station: BiPi´s Erbe und die Gegenwart

In Kenia an BiPis Grab (großkopiertes Bild von BiPi´s Grabstein) treffen die Wös den Generalsekretär der WOSM (Leiter in voller Kluft):

"BiPi verbrachte die letzten Jahre seines Lebens in Kenia im Ort Nyeri, wo er am 08. Januar 1941 starb, er war fast 84 Jahre alt geworden. Auf seinem Grabstein ist das Pfadfinderzeichen angebracht, daß Ihr hier seht. Was bedeutet es?

Die von BiPi erfundenen World Jamborees finden bis heute alle 4 Jahre in einem anderen Land der Erde statt. Heute gibt es etwas 35 Millionen Pfadfinder auf der ganzen Welt!"

Reise in der Zeitmaschine

Abschlußreflexion:

Die Wö´s kehren in der Zeitmaschine zurück, dort werden sie von den Leitern gefragt, was sie herausbekommen haben. Hierzu kann ein Lückentext ausgefüllt werden.

Dieses Spiel wurde bereit erfolgreich an einer 10 köpfigen Wölflingemeute im DPSG Stamm St. Anton getestet! Probiert auch aus! Über Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen!
mike@dpsgstanton.de

Viel Spaß & gut Pfad
Michael


Author: Michael Gleissner - Regensburg   Datum: 07.12.2001