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Baumbestimmungsbuch

Anzahl Spieler: mindestens zwei Gruppen mit je 3 Personen
Alter: 10 bis 14 oder auch älter ;)


Material:
Man braucht Bilder von Bäumen, Blättern, Früchten auf DIN A5, auf diesen Bögen steht kein Text drauf. Und man braucht die Namen mit Beschreibung der Bäume, ebenfalls auf DIN A5, so dass für jeden Baum zwei einzelne Blätter vorliegen. Außerdem DIN A4 Bögen, Stifte, Klebstoff, große Briefumschläge, evtl. Band.

Mögliche Einleitung:
Ihr seid konkurrierende Verleger und wollt ein Buch über Bäume herausgeben. Leider sind die Druckunterlagen völlig durcheinander geraten. Eure Aufgabe ist es die Seiten einander zuzuordnen und ein Buch daraus zu machen. Wie Ihr das macht ist Euch überlassen.

Der Erfolg Eures Buches hängt von verschiedenen Faktoren ab:
1. Welche Gruppe bringt ihr Buch zuerst auf den Markt?
2. Ist das Äußere des Buches ansprechend (Titel, Rückseite, Bindung)?
3. Ist der Inhalt sachlich richtig geordnet?
4. Gibt es weitere gute Ideen, Gimmicks, Lesezeichen, eingeklebte original Blätter, Inhaltsverzeichnis, Vorwort usw.?
5. Evtl. auch von der Zusammenarbeit im Verlag.

In diesem großen Umschlag ist alles was Ihr braucht, Ihr habt 90 Minuten Zeit. Wenn Ihr doch noch was anderes braucht könnt ihr bescheid sagen. (Auf dem Umschlag könnte dann noch stehen: Bitte nicht knicken! Wichtige Druckunterlagen, oder eine Adresse oder...)

Reflexion:
Wir haben uns das Spiel in dieser Weise selbst ausgedacht und einfach ausprobiert. Bei uns gab's zwei vierer Gruppen in zwei getrennten Räumen. Der Erfolg hängt natürlich sehr von der jeweiligen Gruppensituation ab. Eine Gruppe war sehr motiviert und hat sogar die ganze Technik eines Buches sehr gut mit berücksichtigt (Wenn man ein DIN A5 Buch ausgeknickten A4 Seiten macht, die ineinander gelegt sind, muss man sich gut überlegen, wie man die zugehörigen Seiten anordnet, man sollte sie nicht einfach nebeneinander auf A4 kleben!)

Die Gruppe kam auf Ideen, an die wir noch gar nicht so gedacht hatten, wie z.B. Seitenzahlen, Inhaltsverzeichnis und eine Kordelbindung. Der anderen Gruppe war leider mehr nach rumalbern zumute und nur am Rande wurde das Buch gemacht, zwei Klebestifte waren plötzlich alle, ohne dass man genau wußte wieso ;-) Zum Schluß wurden sie aber aktiv und haben noch versucht einiges aufzuholen.

Mit den fertigen Büchern haben wir uns alle zusammen im Kreis versammelt und gefragt, wie es war und welches Buch jetzt jeder so am besten findet. Jeder konnte sich beide Produkte noch einmal in Ruhe ansehen, also auch das der anderen.


Author: Clemens Lenzen   Datum: 05.12.2000