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Etwas Technik

Es ist nicht der Sinn dieses Heftes, darüber zu schreiben, weshalb ein Funkgerät funktioniert, das heißt, wie ein Sender und Empfänger aufgebaut ist und welche Antennen im einzelnen notwendig sind. Dies allein würde dicke Bücher füllen.
Grundsätzlich ist aber aus dem Physikunterricht bekannt, dass die drahtlose Übertragung von Sprache, Musik, Bildern und Zeichen durch elektromagnetische Wellen erfolgt. Diese Wellen werden vom Sender ausgestrahlt und von besonderen Schichten in 100 bis 200 Kilometern Höhe über der Erde auf diese wieder zurückreflektiert. Deshalb ist es möglich, dass wir auch Funkkontakt mit Ländern aufnehmen können, die genau entgegengesetzt von uns auf der Erdkugel liegen.
Die Reichweite der ausgestrahlten Signale hängt ab von der Art der elektromagnetischen Wellen ( die Wellenlänge wird dabei in Meter beziehungsweise deren Frequenz in Kilohertz (kHz) oder Megahertz (MHz) gemessen), dem Einfluss der Tages- und Jahreszeiten auf die Ausbreitung, den atmosphärischen Bedingungen und der Leistungsstärke des Senders, sowie von der Art der Antenne.
Da sehr kurze Wellen (Ultrakurzwellen) nicht von der Ionosphäre reflektiert werden, ist die Reichweite dieser Wellen wesentlich geringer, was jeder sicher auch schon am UKW-Teil seines Radios feststellen konnte.

Damit im Funkverkehr nicht ein heilloses Durcheinander herrscht, sind den einzelnen Funkdiensten (Radiostationen, Flugfunk, Sicherheitsdienste, Taxi usw.) international bestimmte Frequenzbereiche zugeteilt worden, die streng von allen eingehalten werden müssen. Für den Amateurfunk sind es hauptsächlich die folgenden Bereiche:

Kurzwelle: Ultrakurzwelle:
80-m-Band: 3500 - 3800 kHz    2-m-Band: 144 - 146 MHz
40-m-Band: 7000 - 7100 kHz   70-cm-Band: 430 - 440 MHz
20-m-Band: 14000 - 14350 kHz   25-cm-Band: 1250 - 1300 MHz
15-m-Band: 21000 - 21450 kHz   12-cm-Band: 2300 - 2350 MHz
10-m-Band: 28000 - 29700 kHz  

In diesen Bereichen darf jeder Amateur mit der entsprechenden Lizenz seinem Hobby nachgehen. Er kann dies in den verschiedensten Betriebsarten tun.

Es ist heute technisch möglich, mit allen Teilen der Erde auf Kurzwelle Sprechfunkverkehr ("Phonie") durchzuführen. Außerdem hat der Amateur die Möglichkeit mit seinem Funkpartner drahtlos seine Unterhaltung in Morsezeichen ( "CW") zu führen oder mit dem Fernschreiber ("RTTY") oder in Packet Radio, das sich mit dem "chatten" im Internet vergleichen läßt. Auch Bilder können an den Partner übertragen ("SSTV") oder gar mit einer Fernsehkamera Amateurfernsehen ("ATV") betrieben werden.
Über besondere Amateurfunksatelliten ist heute auch ein weltweiter Funkverkehr auf Ultrakurzwelle möglich.

Jeder unvorbereitete Zuhörer an einem Funkgerät wird am Anfang fast nichts verstehen, was aber nicht daran liegt, dass die Sprachqualität, die aus dem Lautsprecher kommt, so schlecht wäre. Es liegt vielmehr daran, dass es im Funkverkehr ganz bestimmte Regeln und viele Abkürzungen gibt, die dem Außenstehenden unbekannt sind. Im bisherigen Text tauchten solche Abkürzungen bereits in Klammern auf, doch muß hier nun genauer darauf eingegangen werden.

Rufzeichen und Landeskenner